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Dienstag, 21. November 2017

Die ersten Apfelsinen


Eben war der Postbote da.
Ich habe schon auf ihn gewartet.
Ein Paket aus Mallorca.
10kg Apfelsinen und Zitronen.
Ungespritzt und frisch vom Baum.

Ab 1. November ist es wieder soweit. 
Die ersten Zitrusfrüchte werden dann geerntet.
Die ersten Navellinas sind zwar noch etwas sauer, aber so mag ich sie
Natürlich, wild und echt.

Warum kaufen eigentlich so wenig Menschen ursprüngliches Obst?
Auf das, was man gemeinhin als Apfel bezeichnet, verzichte ich schon seit rd. 25 Jahren. 
Dieses Gebilde kommt mir nur flüssig und gebrannt über die Lippen.

Wenn nun mancher sagt:
Mallorca, bah, der Preis......
Ihr werdet lachen.
Bei der Edeka kosten Zitrusfrüchte das Kilo : 2,99€ 
(und ich muss noch fahren um sie zu kaufen)
Meine, aus Mallorca, kosten das Kilo nur 2,50€ und das noch frei Haus bis zur Haustür.

Aber wem ich erzähle ich das.
Niemand versucht mal was neues.
Neues? 
Ich mache das schon seit 10 Jahren.

Im übrigen.
Ich lasse sogar manchmal Speiseeis mit köstlichen Früchten aus Mallorca kommen. 

Geht auch.

Freitag, 17. November 2017

"Alsdorfer Kochfreunde"


In dem Ort, in dem ich die meiste Zeit meines Lebens wohnte, hat sich nun eine neue Fratzelsbuchgruppe gebildet. 

ALSDORFER KOCHFREUNDE

Schön.
Auch ich bin nun dort Mitglied geworden.
Wohltuend klein und überschaubar.

Kochgruppen und solche  die sich mit Essen und Lebensmitteln im allgemeinen befassen, gibt es in schier unübersehbarer Menge.
95% davon ergehen sich leider nur im Kopieren bereits veröffentlichter Rezepte.
Ich habe den Sinn noch nicht ganz begriffen, denn die kann ich ja selbst woanders nachlesen.
Gerade diese Unart ist in den meisten Gruppen vorherrschend.
Wobei ich den Urheberrechtsschutz und das Kopierverbot noch nicht einmal hervor heben möchte.
Gott sei Dank ist es hier, in dieser neuen Gruppe, NOCH  nicht so weit.
Denn dann bin ich als erster wieder weg.

Rezepte?
Aber ja doch.
Wie macht der/die andere etwas?
Wie hat Oma noch gekocht?
Welche Variante hat jemand ausprobiert?
Was könnte ich anders als bisher machen?

Aber ich möchte nicht zum 350. male lesen, das man Salz in das Wasser, beim Kartoffeln kochen, in der Menge von 
4,7 Gramm einstreuen sollte.
Kochen macht Spass.
Jedenfalls mir. 

Leider sieht das die heutige Generation teilweise nicht so.
Der Erfolg, ist das Trinken von Flüssigkeiten 
(bitte nie sagen, das wäre Kaffee!) auf der Strasse in Plastikbehältern.
Oder das Anstehen von Kindern morgens an einer Bäckerei um sich auf ein Brötchen etwas Fleisch ähnliches mit einem Stück vergammelten Grünfutter zu kaufen. 
Auch das „Fressen„ von Wurst auf Pappe mit Pampe ist modern.

Alles  was sich mit Lebensmitteln befasst ist für mich interessant.
Daneben aber auch wichtig.
Nicht nur des Preises wegen, sondern auch was man wo kauft.
Preise?
Vielleicht mal mit dem Irrglauben aufräumen, das man beim Discounter die gleiche Ware billiger kauft.
Oder mal die Frage diskutieren, was ist denn der Unterschied zwischen einem Discounter und einem Supermarkt? (nämlich keiner)
Wo liegt der Unterschied beim Öl?
Schinken. Was ist Formschinken, Vorderschinken  und richtiger Schinken?
Käse? Analog?
Veganes Fleisch?
Was hat Konditionierung mit Lebensmitteln zu tun?
Ach, da gibt es viele Themen.
Und wenn man das Thema Kochen grosszügig sieht, ist es grenzenlos.
Jeder könnte davon profitieren.
Auch ich!

Lassen wir es mal angehen.
Ich bin guter Hoffnung.
Hoffentlich bleibt auch der Umgangston nett. 
Da habe ich schon sehr viel anderes erlebt.
Vor allem wenn man jemandem widerspricht.

Kochgruppen gibt es, wie gesagt, viel zu viel.
Aber Gruppen, in denen man sich nett austauscht, viel zu wenige.



Samstag, 11. November 2017

Beobachtungen beim einkaufen


Selbst ist der Mann.
Klar.
Das bedeutet aber auch, das man selbst das machen muss, was man sonst gern auf die Frau abschiebt.
Dazu gehört unter anderem, auch einkaufen.

Ich persönlich muss sagen, ich mache das gern.
Dafür dauert es bei mir aber auch viel länger, als bei Frauen.

Zum einen erfülle ich nicht nur eine lästige Pflicht des einkaufens unter eventueller Zeitnot, sondern ich sehe schon ganz genau hin was ich da kaufe.

Das schönste für mich ist, ähnlich wie im Restaurant, meine Umwelt und die Menschen zu beobachten.
Gottes Tierreich ist unerschöpflich.
Männer und Frauen ohne Unterschied.

Da ist der gelangweilte Ehepartner der mit gehen MUSSTE.
Da ist  der, der alles in die Hand nimmt ohne sich entscheiden zu können. 
Der/die andere schmeisst nur wahllos in den Wagen was sie sieht.
Die Partner die sich partout nicht einigen können ob man nun den Essig aus Branntwein oder aus Äpfeln nehmen soll
Usw, usw.

Was mir besonders, immer wieder, auffällt, das eventuelle abtaxieren eines Preises.

Interessant ist,  das die meisten Frauen ! , sich am Preisschild orientieren.
Mein Paradebeispiel was ich täglich erlebe: 
(Preise willkürlich gewählt)   
Paprika in 3 er Packung: 1,98€
Daneben Paprika (einzeln) : 3,50€ 

Ich gehe jede Wette ein, das 80% der Frauen die 3er Packung nimmt.
Oft spreche ich Frauen daraufhin an.
Meist ernte ich dann Schimpfe.
Ihr Argument: Der Preis!!!!
Wenn ich dann versuche ihnen zu erklären, das sie mit der 3er Packung den doppelten Preis bezahlt, weil das eine eine Packung ist, das andere aber den Kilopreis darstellt, das z.B. Ihre Packung in Kilo umgerechnet bald 6,00€ kostet, habe ich mir meist einen Feind fürs Leben angelacht.
Wie kann ein alter Mann eine gestandene Hausfrau auch belehren wollen????
Tsst.
So geht es weiter.
Auch im Onlinekauf.
Selten wird der Kilopreis als Grundlage genommen.
Schaut man z.B. bei Marmelade darauf? 
Da gibt es die unterschiedlichsten Mengen.
Vom %tualen Fruchtgehalt wollen wir garnicht erst reden.

Vom lesen der aufgedruckten weiteren Informationen, will ich überhaupt nicht sprechen.
Wichtig ist nur:
Abgepacktes, schnell und problemlos.
Wie sonst ist es  zu erklären, das in jedem Wagen fertig abgepackte Wurst liegt?
Geschmacklos, dafür aber auf einem Löschblatt das mit Giften getränkt ist. Zusätzlich noch der Hinweis:
Unter Schutzatmosphäre abgepackt. (Gas) 
Der Discounter lässt grüssen. 
Im Supermarkt gibt es aber immer eine Wursttheke.

Und genau das ist es was der Handel will.
Unkritische Kunden.

Immerhin gibt es mir viel Belustigung beim einkaufen
Und damit  macht es MIR persönlich sogar Spass.
Ehrlich. 
Ich lache nicht über die Dummheit von Menschen die SO einkaufen.
Es macht mich sogar meist traurig.

Montag, 2. Oktober 2017

Pellworm, Hooger Fähre


Wir sind immer noch auf Pellworm. 
Meist essen wir, aus verschiedenen Gründen,  zu Hause.
Aber manchmal auch in den Gasthäusern hier auf der Insel.
Ich kenne mich hier aus, und weiss, das sich kaum einer hier das Wasser vom Brot nehmen lässt.
Dazu kommt, das die drei besten hier, in Nachbarschaft unseres Quartiers liegen.
Nun gibt es also als  dritten in unseren Besuchen, die Hooger Fähre. 
In meinen Augen das beste der Insel.
Mag ja sein, das ich etwas parteiisch bin, aber Versuche bei den anderen haben es mir immer wieder bestätigt.
Trotzdem muss ich sagen, das das alles natürlich nur meine subjektive Meinung darstellt.
Aber nach den gefühlten 60 Wochen die ich hier im Laufe der Jahre zugebracht habe, weiss ich schon was ich sage.

Bei Kirsten in der Hooger Fähre wird man als Gast behandelt und nicht als Esser abgefertigt.

Sie ist zu jedem freundlich und hilfsbereit.

Das Haus selbst hat Parkplätze satt und ist barrierefrei.

Alle Tische sind  mit Stofftischdecken eingedeckt und werden auch immer sofort wieder frisch bezogen.
Das obligate Totenlicht einschliesslich einem kleinen Strauss frischer Blumen nebst den Salz- und Pfefferstreuern strahlen eine gewisse Gemütlichkeit aus ohne den Charme „urig“ zu wirken.
Nein, es wirkt alles sehr gepflegt.
Man kann sich wohlfühlen. 
Da Kirsten allein bedient, fehlt jede Hektik und man fühlt sich wohl.

Die Speisenkarte ist normal.
Obwohl, in meinem besonderen Fall des länger als normal ausgedehnten Aufenthalts, ist es etwas schwierig immer was zu finden.
Aber der Normalurlauber kommt dicke zurecht.

Bei Überreichung der Speisenkarte werden immer zwei Tagesgerichte separat angeboten.

Doch nun  zu einem  unserer letzten Besuche.

Bier zu 0,4 l = 3,30€
0,25 l Sylvaner = 5,50€

Unsere Bestellung.

Schlutpfanne zu 14,50€
In einer kleinen, schwarzen Pfanne serviert.
3 Medaillons. Zart und innen noch rosig.
Bratkartoffeln 
(hier im Norden meist, denn das können die eben)
Weisskohlgemüse und Sauce. 
Ausreichende Menge.
Muckelchen hat alles verputzt.

Tagesgericht Schnitzel mit mediterranem Belag und mit Käse überbacken.
Dazu Bratkartoffeln.
Auch 14,50€
Nun muss ich sagen, ich bin absolut kein Schnitzelfreund.
 (es sei denn, es ist ein echtes) 
Aber dieses hier, war das beste was ich je gegessen habe.
Genau genommen waren es zwei Stück.
Dünn, butterzart, etwas knusprig gebraten, der Käse in der richtigen Menge.
Ich war begeistert.
Nicht diese elenden trockenen Pappstücke mit ziehendem Käse die einem jeden, aber auch wirklich jeden Appetit verderben konnten.
Nein, hier habe ich wirklich mit Genuss gegessen. 
Denke auch, das kein Steaker am Werk  war, denn das Fett war nicht eingezogen.

Wenn dir also gutes widerfährt, das ist dann auch einen Friesengeist wert.
Brennend, ohne obligatorischem Spruch,  zu 3,00€ das Stück.

Und weil wir uns so wohl fühlten, gab ein Pharisäer uns den Rest.
Der kam auf 3,60€

Es war wieder einmal ein schöner Abend.
Wir haben uns wohl gefühlt.
Nur zu empfehlen wenn sie essen gehen  und nicht abgefüttert werden wollen.

Danke Kirsten.







Sonntag, 17. September 2017

Pellworm, Alte Kirche


Nun, immer noch auf Pellworm. 
Die Versorgung ist dank der zwei Supermärkte sehr gut abgesichert.
Aber ab und zu gehen wir aber auch mal essen.
Es bieten sich hier einige Restaurants an, wobei in meiner Nachbarschaft nur drei sind.
Eines davon ist die "Alte Kirche"
Von mir oft besucht und darum auch bekannt.
Gleich vorne weg, würde es nicht meinen Vorstellungen entsprechen, wäre ich nicht mehr hier her gegangen.
Immerhin befindet sich das Restaurant im Umbruch.
Die Tochter hat sich nun also doch durchgesetzt und es wird ein Wellneshotel draus.
Die Bauarbeiten haben begonnen.
Das Ende der grünen Insel ist eingeläutet.
Schade, nicht zu ändern, aber mich auch nicht mehr betreffend.
Die Sucht nach dem Mammon hat hier überall gesiegt.

Doch zurück zur Jetztzeit.
Im Moment, bis auf den neuen Service, alles beim alten.
Dieser besteht nun aus zwei jungen, sehr freundlichen Damen.
Die Spielecke, die Hundefreundlichkeit und auch die Barrierefreiheit besteht immer noch, genau wie das leer stehende Salatbuffet in der Mitte des Raumes.

Die Tische haben immer noch keine Mühlen und das Salz und der Staub im anderen Glas laden nicht zur Benutzung ein.

Es werden Papiersets gelegt. 
Sehr hochwertig im Aussehen und geschmackvoll.

Nun zur Bestellung.
Für mich ein Flens. 0,4l zu 3,60€
Für mein Muckelchen einen trockenen Weisswein 
(Grauer Burgunder) zu 4,70€

Dann für mein Gegenüber:
Kabeljaufilet mit Dijon- Senfsauce zu 14,60€

Für mich:
Fischvaration mit Spinat zu 14,90€
Dazu für beide eine Schüssel Bratkartoffeln.

Das letztere wie immer im Norden gut. 
Es muss an der Kartoffelsorte liegen

Mein Muckelchen war zufrieden.
Auch die Sauce fand sie gut, wenngleich ich eine 
Dijon-Senfsauce, vom Aussehen her anders kenne.
Egal, der Geschmack stimmte
Also, geschmacklich und in der Menge zufrieden.
Was will man mehr?

Bei mir lag nun je ein Stück Lachs, Kabeljau und Seelachs auf dem Teller.
Dazu auch Spinat in einer durchaus genügenden Menge.
Wir beide waren zufrieden.

In der freien Zeit betrachteten wir die Speisenkarte.
Die Bemerkung: Lamm ist ausverkauft irritierte uns etwas. Denn beim Blick aus dem Fenster sieht man hunderte Exemplare dort rumlaufen.

Aber die Speisenkarte weisst genügend andere Gerichte auf.
Z.B. Graugans.
Sollte man mal probieren. Steht bei mir wieder auf der Wunschliste.

Zum Abschluss noch Linienaquavit zu 2,50€

Es war ein guter Abend.
Auch das Essen.
Wir kommen wieder.



Dienstag, 12. September 2017

Pellworm, Unter den Linden


Pellworm.
Das grüne Glück in der Nordsee.
Ich war und bin gern hier.
Nur, man muss einen Draht dafür haben und so etwas lieben.
Auch in der Gastronomie.
Hier gibt es, Gott sei Dank, keinen Schickimicki, 
keinen 0,1 Liter Champagner, 
die Frauen haben begriffen, das auch die Haare  Urlaub haben wollen und lassen sie frei fliegen.
Niemand sieht beim Essen darauf ob die Frisur stimmt.
Eben, alles Natur pur.
Und so auch beim Essen.

Gestern, am 2. Tag unseres diesjährigen Urlaubs, waren wir 
"Unter den Linden" zum Abendessen.
Altbekannt, wenigstens für mich.
Trotzdem heisst das nicht, das es irgendwelchen Einfluss auf mich oder auf den Wirt  hat.

Das Restaurant liegt in "Tilly"
In einer leicht gekrümmten Strasse.
Für mich einer schönsten Strassen die ich kenne.
Alle alten Häuser in Reihe, viele Bäume, die eigentliche Strasse für die Autos etwa  2 meter tiefer. ( so denn mal eines kommt!)
Romantisch.
Das Restaurant hat gegenüber einen grossen Parkplatz.
Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer können aber auch, über zwei Rampen, den Teil der Strasse befahren auf dem die Häuser stehen..
Gleichzeitig natürlich auch dort parken.
Also alles ebenerdig.
Man kommt in einen Eingangsraum mit Garderobe.
Links die Toilettenanlagen, rechts der Eingang in die Gaststube.
Weiter geradeaus in den sehr geräumigen Speisesaal.
Viel Platz auch für Rollstuhlfahrer.
Hell und lichtdurchflutet.
Die Tische teilweise eingedeckt.
Vorn im Gastraum urgemütlich, nur leider immer reserviert.
Hier stehen nur drei Tische und die Theke.
Ein Tresen so wie man es von früher her kennt.
Ein Tisch mit Eckbank.
Dann ein freistehender Tisch.
Dann ein Tisch mit einem Sofa!!!
Saugemütlich, nur wie gesagt, meist reserviert.

Den Service meistert der Wirt selber.
Neuerdings auch noch ein junger Mann (Sohn???)
In der Küche werkelt seine Frau. 

Hier herrscht Gemütlichkeit.
Freundlich, ruhig, unaufdringlich, immer bereit auf Wünsche einzugehen.
Keine verdammte Hetze beim Eintritt: "Was trinken sie?"
Aber warum sage ich das.
Das nenne ich immer den "Friesischen Charme"
Den aber finde ich hier immer vor.
Es sei denn, es sind "Zugeroaste" Wirte, aber die kennt man sofort raus.

Die Speisenkarte hat sich, gegenüber den Vorjahren, etwas verkleinert.
Leider.
Es gibt z. B.  keine Lammhaxe mehr.
Beim Fleisch, nur neben dem Zeug vom Schwein was sich Schnitzel nennt,  Rumpsteak.
Und das war es auch schon.
Dafür aber Graugans und Lammkohlrouladen.
Man kann auch damit leben.

Also wir bestellten und bekamen.
Einen milden Weisswein (0,25) zu 5,50€
Ein Flens (0,4) zu 3,80€
Salatteller zu 3,80 . Genug und gemischt. 

Zuerst aber, als amuse, ein Glas mit etwas Kürbiskremsuppe mit Kokosmilch.
War gut, nur zu wenig. War ja auch nur als Appetitanreger gedacht. ( Gerhard, du Vielfrass) 

Seelachsfilet zu 11,50€
Zwei Stück panierten Fisch. 
Als Garnitur ein paar Scheiben Rote Beete und eine Zitronenpresse.
( mein alter Kritikpunkt. Hier war sie die Presse. Man musste nicht die Finger zu Hilfe nehmen)

Frische Scholle zu 14,50€
Scholle ohne Gräten, in Butter gebraten. 
Garnitur gleich wie vorher.

Dazu für beide eine Schüssel Bratkartoffeln.
Zu Bratkartoffeln braucht man hier im Norden kein Wort sagen. 
Immer erstklassig.
 (jedenfalls wenn man bei einem Einheimischen essen geht!) 

Es gab nichts zu sagen.
Schweigend wurde gemampft.
Auch noch als der Bauch weh tat.
Darum waren die nachträglichen  Schimmel Aquavits mehr als gerechtfertigt.
Ach ja die kosten: 2,40€ das Stück.
Warum ich keinen bestellten Insel Aquavit bekam, weiss ich nicht.
Aber egal.
Wenn das Essen geschmeckt hat, die Atmosphäre stimmte, dann soll das eben so gewesen sein.

Wir waren zufrieden.
Werden wieder kommen.
Junge was willst du denn noch  mehr?..






Montag, 4. September 2017

Eidersperrwerk, Aussichtspavillon


Das Wetter ist gut.
Die Sonne nicht zu heiss, leichter Wind.
Was macht man?
Na, man fährt mal eben zum Eidersperrwerk.
Seehunde schauen.
In das schäumende Wasser blicken.
Seinen Gedanken nachhängen.
Und, Hunger bekommen.

Da dieses Gefühl vielen überfällt die am Sperrwerk rum hängen, hat vor über 40 Jahren ein kluger Mann einen Kiosk dort gebaut.
Da dazu ein riesiger Parkplatz gehört, er auch noch Tische und Bänke hin gestellt hat, und vor allem so klug war eine Toilettenanlage zu installieren, war die Gelddruckmaschine für ihn in Betrieb genommen.
Dieser Mann  war nicht nur klug, nein auch reell.
Denn das was  er anbot und bietet ist gut und preiswert.
So kommt es, das dort pausenlos gegessen und getrunken wird.
Seit ein paar Jahren hat er auch auf der Nordseite ein Restaurant erbaut,  aber die Einheimischen und Kenner bleiben hier auf der Südseite.

Zuerst einmal die Toiletten. 
Trotz der unverhältnismässigen grossen Benutzerzahl, ist sie immer pieksauber.
Es steht ein Teller für ein Trinkgeld dort.
Der ist meist voll mit Münzen. 
Man weiss das eben zu schätzen.

Das alles ebenerdig ist zwar klar, aber trotzdem sollte erwähnt werden, das 1-2 Stufen am Eingang sind. 
Rollstuhlfahrer haben es innen schwer durch die Enge zu kommen.
Ach ja, ich vergass zu erwähnen, das man nicht nur aussen, mit Selbstbedienung, was schnabulieren kann, auch drinnen sind Tische und Bänke mit  Aussicht auf die Eider vorhanden.

Innen kommt auch eine Dame zum bedienen.
Insgesamt schmeissen den ganzen Laden, einschl. des  Verkaufs der diversen Artikel, 3 Personen.

Viele Durchreisende nehmen hier noch ein Andenken, eine Zeitung oder auch was deftiges aus der Fleischtheke mit nach Hause.
Der Renner hier ist natürlich ein Fischbrötchen.

Da alle Gerichte, die dort verzehrt werden, frisch gemacht werden, braucht man einige Minuten. 
Mir kommt dieses immer sehr gelegen. 
Ich warte gern aufs Essen wenn es denn erst zubereitet wird.

Die Auswahl ist....... wenig? Nein, eigentlich genug.
Es ist ja kein Speiserestaurant, sondern ein Imbiss.
Wenn auch groß und gehoben.
Der Umsatz hier an einem Tag ist der Traum eines jeden Restaurantbesitzers.
Ob Labskaus, Salate, Fisch, Matjes, Schnitzel 
(immer mit den jeweiligen Beilagen) oder Kaffee und Torte, alles das was man gern hat ohne Ansprüche an ein "Menü" zu stellen, gibt es dort.
Natürlich auch alles trinkbare.
Die Qualität ist gut, der Geschmack ist nun eine persönliche Sache, die Menge ausreichend.
Was mir  persönlich fehlte, war Salz und Pfeffer auf den Tischen.
Sicher hätte ich was bekommen. 
Nur schüchterne Menschen wie ich, fragen nicht gerne nach.

Preise?
Das teuerste Gericht: grosses Krabbenbrot mit Spiegelei zu 15,90€
Aber auch:
Aal in Gelee mit Bratkartoffeln zu 12,90€
Schollenfilet mit Bratkartoffeln zu 9,80€
Currywurst mit Pommes Frites zu 5,20€
Schnitzel mit Pommes Frites zu 9,50€

Die Getränke etwas gehobener.
0,33 Flenz zu 2,50€

Aber alles noch zu normalen Preisen.

Es lohnt sich also dort mal zu halten, oder, wenn man zu Gast in SPO ist, sich mal aus der Dunstwolke der Touristen zu entfernen.
Netter Ausflug und gleichzeitig die Kasse schonend.

Kleiner Tip noch.
Fährt man etwa 1 km weiter ins feindliche  Ausland, ins Dithmarschende Land hinein, findet man rechts und links der Strasse grosse Gemüsebauern wo man seinen Bedarf an frischem  Gemüse decken kann.
Sehr bei der Heimreise zu empfehlen.

Ach ja.
Es geht auch etwas ruhiger.
Auf der Nordseite bietet sich auch ein Restaurant an. 
Der gleiche Besitzer.
Mehr Auswahl an warmen Essen. 
Vor allem mehr Fisch im Angebot.
Oder aber, ein paar hundert meter weiter, die "Mahre"
Kleine Gerichte, zivile Preise, was zum entspannen im Katinger Watt.
Auch nicht schlecht.

Also, Eiderstedt hat nicht nur Abzocke sondern durchaus auch was für den normalen sterblichen .